Erinnern. Verstehen. Gestalten.
Die Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli 2021 war mehr als eine Naturkatastrophe – sie war eine Zäsur. Sie hat das Leben tausender Menschen im Ahrtal tiefgreifend verändert und das gesellschaftliche Bewusstsein für Sicherheit, Klimafolgen und Zusammenhalt neu geprägt. Die geplante Flut-Dokumentationsstätte im Ahrtal soll dieses einschneidende Ereignis bewahren, Wissen vermitteln und Perspektiven für die Zukunft eröffnen. Sie soll ein Ort des Gedenkens, des Lernens und der Begegnung werden – getragen von den Menschen der Region.


Die Idee einer zentralen Dokumentations- und Erinnerungsstätte, die auf verschiedenen bestehenden Initiativen basiert, wurdevon der Zukunftsregion Ahr wiederaufgenommen.
In mehreren öffentlichen Diskussionsrunden in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Altenahrund Sinzig wurden vielfältige Perspektiven eingebracht – von Betroffenen, Helfenden, Fachleuten und Interessierten. So entstand ein breiter Dialog über Form und Inhalt einer solchen Einrichtung.
Insgesamt fanden vier geplante Bürgerdialoge statt, die denAustausch und die Mitgestaltung durch die Bevölkerung ermöglichten.
Das Ergebnis: Es entstand ein fundiertes gemeinsames Verständnis darüber, welche Aufgaben eine solche Einrichtung künftig übernehmen könnte und welche gestalterischen Prinzipien ihr zugrunde liegen sollten.

Geplant sind eindrucksvolle und vielfältige Präsentationsformen wie beispielsweise:
So entsteht ein lebendiger Lern- und Erinnerungsort, derVergangenheit und Zukunft miteinander verbindet.
Als mögliche Standorte wurden Bad Neuenahr-Ahrweiler und Altenahr vorgeschlagen – authentische Orte, die unmittelbar im Flutgebiet liegen und über die nötige Infrastruktur verfügen. Langfristige Vision: Eine zentrale Dokumentationsstätte mit ergänzenden Satellitenstandorten entlang der Ahr.
Um das Projekt auf eine stabile Basis zu stellen, wird derzeit die Gründung eines Fördervereins Dokumentationsstätte geprüft. Ziel ist es, finanzielle Mittel zu sichern und das Engagement aus Bürgerschaft,Wissenschaft, Kultur und Politik zu bündeln.
Der bereits bestehende Arbeitskreis führt hierzu intensive Gespräche mit relevanten Akteurinnen und Akteuren aus diesen Bereichen, um Unterstützung zu gewinnen und das Vorhaben nachhaltig in der Region zuetablieren.
Zudem werden derzeit Gespräche über mögliche Finanzierungsmodelle sowie potenzielle Trägerschaften geführt, um die langfristige Realisierbarkeit und institutionelle Verankerung des Vorhabens sicherzustellen.
Parallel beginnt die Sammlung und Sicherung von Exponaten sowie der Aufbau einer digitalen Plattform, auf der Beiträge aus der Bevölkerung dauerhaft bewahrt werden können.
Der entstandene Arbeitskreis führt darüber hinaus zahlreiche Gespräche mit Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Bildung sowie mit Kultureinrichtungen, Stiftungen und Förderinstitutionen, um das Vorhaben weiterzuentwickeln und strukturell zu festigen.
Oft werden wir gefragt...
Es handelt sich um ein Projekt, das die Flutkatastrophe 2021 wissenschaftlich dokumentiert, lokal erinnert und ihre Auswirkungen für zukünftige Generationen sichtbar machen soll.
Die Einrichtung soll Wissen sichern, persönliche Geschichten bewahren, Raum für Trauer und Austausch bieten und Erkenntnisse für Prävention und Resilienz in der Zukunft vermitteln.
Es stärkt das kollektive Gedächtnis, fördert Resilienz und schafft eine dauerhafte Lern- und Gedenkstätte. Gleichzeitig dient sie als Grundlage für den Austausch über nachhaltigen Wiederaufbau und Klimaanpassung.
Über Beteiligungsformate, Workshops, Zeitzeugengespräche oder thematische Arbeitskreise. Die Zukunftsregion Ahr e.V. informiert hierzu regelmäßig.
Gerne beantworten wir auch Ihre speziellen Fragen. Melden Sie sich gerne bei uns.